Areal Hochwiesstraße, Marktoberdorf

Städtebau

  • Öffentliche Räume Straßen, Wege und Plätze sind Grundbausteine für einen identifizierbaren Städtebau und eine eindeutige Ortsbildung: Eine Ringstraße in Zusammenspiel mit der Hochwiesstraße und der Saliterstraße erschließt das neue Wohnquartier. Durch Gebäudekanten und Baumreihen entsteht ein übersichtlicher Straßenraum. Spielstraßen in Ost-Westrichtung und fußläufige Promenaden in Nord-Südrichtung erschließen intern das Quartier. Der Quartierspark im Zentrum ist Ort der Begegnung und als geschützter Raum Identitätsmerkmal der Anlage. Zeilenartige Einzelbaukörper bilden den Rücken zum dahinterliegenden Grün und fungieren als Kopfbauten der Spielstraßen und Promenaden. Der EG-Bereich ist freigespielt, um die Häuser auf Hangniveau zu „heben“ und gleichzeitig Platz für Nebenräume und offenes Parken zu schaffen.

    Die Karrees: Acht quadratische Baufelder umgeben den zentralen Quartiersplatz. Winkelförmige Baukörper bilden Freibereiche für Mietergärten und halböffentliche Spielflächen. Durch die Ausbildung einer Hochparterreebene sind diese Bereiche räumlich klar von den öffentlichen Erschließungen und Aufenthaltszonen abgesetzt und durch das von Süden nach Norden ansteigende Gelände nicht direkt einsehbar. Die Baukörper sind zwei- bis viergeschossig ausgebildet. Dadurch entsteht eine lebendige Silhouette für das Wohnquartier. Die Dachflächen der zweigeschossigen Bauteile können als Mietergärten am Geschoss oder als Gemeinschaftsterrasse genutzt werden. Sie bilden einen Baustein für ein grünes Quartier.

    Der Kindergarten: Im Westen gelegen und in erhöhter Position in den Hang integriert wird er Teil der Landschaft. Das winkelförmige Gebäude mit baulichem Schallschutz an der Südseite bildet einen intimen Hof mit Bezug zum anschließenden Grünraum.

Informationen

Realisierungswettbewerb
Ehemaliges Krankenhausareal Hochwiesstraße, Marktoberdorf - 2017
(städtebaulich, landschaftsplanerisch, nichtoffen)

Bruttobauland:
46.700 m²

Ausloberin:
Stadt Marktoberdorf